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Novembermond

Wary Approach


Ziellos streif' ich durch das Dunkel,
das schützend diese Welt umhüllt,
der Mond verborgen hinter Wolken.
Von Herbstwind ist die Nacht erfüllt.
Sein kalter Hauch läßt Äste zittern,
ein Frösteln läuft durch meine Glieder.
Im schlanken Tanz der alten Zweige
sinkt welk ein Blatt zur Erde nieder.

Da lichtet sich die Wolkendecke,
und dürre Gräser schimmern fahl;
verloren scheint die Kraft des Sommers,
Busch und Strauch sind schwarz und kahl.
In stummem Flehen streckt ihre Arme
die sterbend' Weide mir entgegen,
doch hält der Sumpf sie eng umschlungen,
zieht sie hinab, ohne sich zu regen.




Verdorrt liegt eine rote Rose
vergessen dort am Wegesrand.
Wer immer hier vorüber schritt,
verweht ist seine Spur im Sand.
Am Feldesrand verlor'ne Halme,
im Mondschein seh' ich sie verblichen.
Das gold'ne Rauschen reifer Ähren
ist Sensenhieben längst gewichen.

Nun ist die Stille mein Begleiter
und bricht doch nicht die Einsamkeit.
Gewichen ist der Schutz der Nacht,
zurück blieb die Vergänglichkeit.
Im kalten Licht des vollen Mondes
erkenn' ich den November hier,
und langsam trifft mich die Erkenntnis:
November ist es auch in mir.